Freitag, 30. März 2018

[55]Faltdach Ovali Bergung

Mal wieder seit langen was neues von mir...

Heute am Karfreitag ging es zusammen mit dem Gunar einem 55er Faltdach Ovali an den Kragen :)

Kurze Vorgeschichte:
In einem zufälligen Gespräch mit einem Nachbarn aus unserer Straße habe ich von einem Käfer erfahren, der bei den verstorbenen Schwiegereltern hinten noch im Grundstück steht - in München - 5 Gehminuten von mir.
Ich habe natürlich gleich sofort rieeeeeßen Ohrwaschel bekommen und habe nachgebohrt.
"Wäre zum her geben" - Also sofort los marschiert und ihn mal angeschaut - und siehe da: ein Sickentüren Faltdach Ovali.

Der Wahnsinn - und das keine 5 Minuten von mir weg. Gegenüber am Schlittenberg bin ich als kleines Kind schlitten gefahren da stand dieser Käfer schon hinterm Haus.... um genau zu sein stand er da seit Ende der 60er Jahre, nachdem ihm jemand von rechts in die Tür gefahren ist und dann gegen einen Ford ausgetauscht wurde. Heißt also um die 50 Jahre im freien... 
Hat seine Spuren hinterlassen... aber seht selbst:









Die Haube war danke abgerosteter Scharniere schnell demontiert


Vermutlich der original Motor...





Dann ging es an die Bergung....
Aber wie das Teil dann da raus bringen? 

Wir haben uns dafür entschieden Ihn vor Ort rollbar zu machen um Ihn dann aus dem Waldartigen Garten auf allen 4 Rädern raus zu rollen.

Heißt also erst einmal Räder Gangbar machen. Der Gunar hat vom Ralf hierfür einen Bremstrommelabzieher organisiert mit dem das wunderbar funktioniert hat.

Also erstmal aufbocken..... und dann Trommeln lösen - hat sogar besser geklappt als ursprünglich erwartet.... die Bremsbeläge sind zwar teilweise mit der Trommel vereint geblieben aber das war kein Problem.



Das Bild musste mit rein :D :D :D
Mit dem richtigen Werkzeug geht halt alles einfach...



Wir sind aber lediglich an 3 der 4 Bremstrommeln hin gekommen.
Die rechte hintere war leider durch Gartenzaun und Büsche nicht zu erreichen.

Wir haben uns also erstmal an allen 3 zugänglichen Trommeln vergriffen
Heißt: Abziehen - Bremsbacken raus reißen - Trommel wieder montieren -
UUUUND meine mitgebrachten Reifen drauf!



Dann mittels Seilwinde am Vorderachskörper aus der Mulde gezogen so dass die Hinterachse auf der rechen Seite auch zugänglich war - in kompletter Schieflage :P 
Lowrider?






Zu guter letzt war dann auchnoch Numero 4 an Reihe


Gut nun war er fahrbereit und aus der Kuhle heraus - Leider war das nachgerüstete Lenkradschloss eingerastet und kein Schlüssel vorhanden. Man konnte also nicht lenken...


Also Abrissschrauben ausgebohrt und ausgebaut :)


Richtung Straße....




Ende in Sicht ;)


Hier ist der Seitenschaden gut zu erkennen weswegen er Ende der 60er Jahre gegen einen Ford getauscht wurde



Siehe da: MAHAG Plakette - also in München gekauft und es nie verlassen, vermutlich sogar 1 Hand




Den Wegzurück in die Freiheit fand er durch das Nachbargrundstück nachdem wir den Zaun abgebaut hatten.

Es gab leider keine einfachere Möglichkeit da alles zugewachsen oder zugestellt war auf dem eigentlichem Grundstück.


Wieder Asphalt unter den Rädern!!!



Faltdach funktioniert auch!!!




Doch dann wurde es erst richtig lustig...
Der ein oder andere weiß ja über meine, ich sag jetzt mal "unkonventionellen", Transport Methoden bescheid... durfte dieses mal natürlich auch nicht ausbleiben :P


Lenkung geht, alle Räder drehen sich und Zugfahrzeug war auch vorhanden....
Liegt also wohl auf der Hand wie das Ding nach Hause kommt :P 
AUF ACHSE 


Provesorischer Fahrersitz in Position - Bereit für die erste Probefahrt


Fäääährt :P






Kleines Video:












Ich als vorausschauender Mensch - vorallem wenn man ohne Tür, Sitze, Bremsen und jegliche Art von Zulassung unterwegs ist - behalte natürlich meine Umgebung im Auge.

Heißt also immer mal wieder auch der blickt hinter einen...
Bei einem dieser Blicke ist mir dann das Blaulicht eines VW Bus Streifenwagens ins Auge gesprungen.... Ich hab mir nur gedacht "Scheiße.... jetzt hast ein Problem"

Da die Polizei noch ein paar Sekunden entfernt war und um schlimmeres zu vermeiden und um den Gunar irgendwie aus der Sache raus zu halten, bin ich aus dem Ovali raus gesprungen und hab das Seil vom Golf losgemacht.

Ich hab ihm zugeschrien "Gib gas, hau ab, da kommt Bullizei"

Abschleppseil schön unter Auto geschmissen aus dem Sichtbereich weg und etwas unauffällig in der Gegen rum geguckt haha



Dann hab ich meinen Augen nicht geraut... fährt der Streifenwagen doch glatt an mir vorbei ohne anzuhalten...... WELCHER POLIZIST HÄLT DENN NICHT AN WENN ER SOWAS AUF ÖFFENTLICHER STRASSE SIEHT? Naja egal - Grüße an die Jungs ausm VW Bus 

DANKE dafür -ihr seit die Besten :P

Nach einer Runde um den Block war der Gunar dann auch wieder da von der Flucht und es konnte weiter gehen.

Durch die Wälder von Waldtrudering ;)



Als wir dann an nachfolgender Stelle ein zweites mal einen Streifenwagen erblickten, haben wir beschlossen das letzte Stück, auf und über die Hauptstraße, im händischen Modus hinter uns zu bringen.





Soviel dazu :)




Achja, Antwort auf die Frage ob ich das Faltdach nicht rausschneiden will und jemand so verkaufen will:
In Worten: Nein


Nach dem Gartenkäfer ist vor dem Gartenkäfer?

Sonntag, 5. November 2017

[67]Motorraum Aufhübschung

Nach meinem glimpflich ausgegangenem Motorbrand in 2014 war mir mein Motorraum immer ein Dorn im Auge. Das hoch korrosive Pulver des Feuerlöschers habe ich zwar sofort ausgespült,
dennoch war alles irgendwo nicht mehr ganz so ansehnlich wie vorher.
Durch die Hitze ist auch der Lack am Abschlussblech verbrannt was ich bis dato mit einer farblich nicht so wirklich passenden Spraydose bei lackiert hatte.



Bei einer Spritztour ist mir dann einer von meinen TDE Filtern, den ich nicht angezogen hatte, bei der Fahrt in den Motor gesprungen und wurde vom Keilriemen zersägt. Das war dann der Punkt wo ich mich für ein kleines opisches Update am Motor vom Cabrio entschieden habe.




Also Motor raus und der ganzen Verkleidung beraubt.
Hat doch sehr gelitten der Spraydosenlack seit dem ich den Motor 2012 aufgebaut habe.

Vorher


Ein kleines "cleaning" hat der Gebläsekasten an der Stelle von der Ausbuchtung für den Luftfilter auch bekommen. Desweiteren sind die Kühlluftklappen rausgeflogen (Was meine Öltemperatur dann erfreulicherweise um 10 Grad gesenkt hat) und alle unnötigen Löcher verschweißt und verschliffen worden.



Nach dem strahlen und matt schwarz Pulverbeschichten sah das ganze dann doch wieder sehr ansehnlich aus: 





Der Auspuff und die Wärmetauscher sind mit bis 500°C hitzebeständigem Pulver beschichtet worden was eine schöne grobe Struktur hat.


Beim Auseinanderbau ist dann auch die fehlende Leistung vom enttäuschenden Prüfstandslauf in Wörth wieder aufgetaucht: die Lutkorrekturdüse. Ziemlich rund aber zum Glück nicht in tausend Brösel auf dem Kolbenboden :P Kurzen Ventilführungen und bearbeiteten Kanälen vom Spechtl sei dank ?


Ebenfalls weichen musste das bis dato mit geschraubtem Blech verdeckte Loch im Abschlussblech.


Also passendes Blech gedengelt...


Eingeschweißt und sauber verschliffen

Dann nach dem grundieren...

Den farblich passenden  Decklack


Jetzt konnte der Motor mit einigen Goodies ,wie CSP Riemenscheibe, TDE Edelstahl Endrohre und neue Luftfilter vom Käferland, wieder zusammengebaut werden. Auch das Ausrücklager, welches nach kürzester Zeit schon wieder Geräusche gemacht hat habe ich bei der Gelegenheit gewechselt.
Auch Simmering gabs einen neuen.


Lediglich ein Anschlusstutzen für die Kurbelgehäuseentlüftung fehlte noch. Diesen hab ich mir mit 2 Druckluftanschlussstutzen ausm Hagebaumarkt gebaut.





Also Motor rein und die erste nächtliche Probefahrt.

Dann auf einmal ein unschönes Geräusch - ich sofort Motor aus und rechts ran - nichts gesehen also wieder rein ins Auto und Zündschlüssel gedreht. Der Anlasser hat nur noch ein einziges Klack von sich gegeben.... Dann versucht im Gang den Motor durchzudrehen... Ohne Erfolg.

Schlussfolgerung also: Motor fest!!... 

Also nochmal raus



Na wer kann sichs denken ?

Hat sich doch tatsächlich die Klammer vom neu montiertem Ausrücklager ausgehangen und ist in die Verzahnung vom Schwungrad rein was dann schlussendlich den Motor blockiert hat.
In diesem Zuge habe ich gleich auf Klammern mit Federwindung umgerüstet damir sowas unnötig wegen einem Pfennigartikel nicht nochmal passiert. Sind zwar nicht ganz einfach zu montieren aber machen sich dann auch hoffenltich nicht so einfach selbstständig.


Schlussendlich hat es dann noch eine Kupferbenzinleitung zwischen den Vergasern und Benzinpumpe gegeben.

Man nehme eine 8mm Kupferleitung, stecke diese auf die Ringnippel vom Anschluss an die Zweivergaseranlage, führe diese in einem T Stück zusammen zur Benzinpumpe, verlöte das ganze und fertig ist die Benzinleitung im "Vintage Speed Look".

Der Schlauchverbinder dient dabei als Schlauchanschluss an der Kuperfleitung für den (kurzen) Benzinschlauch kommend von der Kraftstoffpumpe.

Endergebnis:

Die Elektrik muss ich noch sauber verlegen und die Haube gehört innen auch noch geputzt ;)